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Eine besondere Ehrung für ihre Tätigkeiten im Judo erhielt Petra Seibert vom Landessportbund Hessen mit der Verleihung des Lu-Röder-Preises 2015

Petra Seibert begann mit Judo im Jahr 1972. Im Jahr 1977 startete sie ihre Tätigkeiten als Trainerin in verschiedenen hessischen Vereinen. Im gleichen Jahr legte sie auch die Prüfung zur HJV Kampfrichterin ab. 11 Jahre später, 1988 bestand sie als erste weibliche Kampfrichterin die Prüfung zur DJB B-Kampfrichterin (Gruppe Südwest) und wurde ab 1989 auf DJB Ebene eingesetzt. Im März 1993 erfolgte die Prüfung zur DJB A Kampfrichterin, auch hier wieder als erste Frau in der Gruppe Südwest. Seit 1993 bis zum Rücktritt 2015 war sie Mitglied in der Hessischen Kampfrichterkommission und dort zuständig für die Aus- und Fortbildung für die Kampfrichter im HJV.

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Von links :  Ursula Harms, Lu-Röder-Preisträgerin, Dr. Rolf Müller, Präsident des lsbh,   Beate Schmidt, Vorsitzende Landesausschuss Frauen im Sport des lsbh, Petra Seibert, Peter Beuth, Hessischer Minister des Innern und Sport

Text und Fotos : Bettina Müller

Lu-Röder Preisträgerin Petra Seibert und HJV-Präsident Willi Moritz                        

Ein besonderes Anliegen ist Petra Seibert auch das G-Judo (Judo für Menschen mit einer geistigen Behinderung). Von der ersten Stunde an begleitete sie den Aufbau erster Trainingseinheiten bis hin zur Gründung erster Judogruppen in diesem Bereich. Aufgrund ihrer Aufbauarbeit und dem stetigen Austausch mit diesen Menschen verbesserte sich deren Lebensqualität. Einige dieser Judoka mit geistiger Behinderung gehören mittlerweile in der Wettkampfklasse 2 zur deutschen Spitze. Auch im Bereich des G-Judo bildete sie sich als Kampfrichtern fort und war zudem auch hier zuständig für die Aus- und Fortbildung der hessischen Kampfrichter. Zudem besuchte sie seit 1978 bis 2014 jährlich bis zu 3 Lehrgänge auf Bundes- und Landesebene.

Seit 1993 wird sie in Hessen auch als eine der ersten Frauen als Prüferin bei Dan Prüfungen eingesetzt. Zudem erwarb sie als eine der wenigen Frauen in Hessen ihre 5 Dan Grade alle durch Prüfung und erhielt 2015 als eine der ersten Frauen in Hessen den 6. Dan verliehen. 2015 wurde sie als ordentliches Mitglied in den Ehrenrat des HJV gewählt. Zahlreiche Schreiben von Wegbegleitern aus Vereins-, Verbands-, Bundesebene und dem HBRS (Hessischer Behinderten- und Rehasportverband) zeugen von der Wertschätzung die Petra Seibert entgegen gebracht wird. Beate Schmidt, die Vorsitzende des Landesausschuss Frauen im Sport des Landessportbundes Hessen lobte u. a. die Beispielhaftigkeit für andere Frauen und die Vorbildfunktion für jüngere, die sie durch ihre Arbeit zum ehrenamtlichen Engagement motiviert hat. Zitat: „Sie verkörpern die Seele des Sports, leben das ‚wir‘ und nicht das ‚ich‘ “, brachte Beate Schmidt wichtige Charaktereigenschaften der Geehrten auf den Punkt.

Mit dem Lu-Röder-Preis würdigt der Landessportbund seit 1988 jährlich Sportlerinnen, die sich in engagierter Art und Weise für die Belange von Frauen im Sport einsetzen und überdurchschnittliche Leistungen im Verein, Verband oder Sportkreis vollbringen. In diesem Jahr erhielt neben Petra Seibert noch eine weitere Frau diese Auszeichnung.

Der Hessische Judo-Verband gratuliert Petra recht herzlich zum Lu-Röder-Preis 2015.

Albrecht Melzer

Referent Öffentlichkeitsarbeit

   
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