Beim Veteranen-Randori am 4. Oktober 2026 in Bad Homburg standen einmal mehr Technik, Bewegung und die Freude am Judo im Mittelpunkt: Theo Keppel begrüßte zehn Judoka zum gemeinsamen Training. Die Leitung der Einheit übernahm Martin Zackor, der ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt hatte, das den besonderen Anforderungen älterer und erfahrener Judoka Rechnung trug.

Nach einem gründlichen Aufwärmen ging es mit Tandoku-renshu weiter. Dabei konnten die Teilnehmer ihre Bewegungsabläufe ohne Partner konzentriert wiederholen und zugleich die für das anschließende Randori notwendige Beweglichkeit und Koordination aktivieren.

Im Mittelpunkt des intensiven Trainings standen anschließend mehrere Formen des Aufgaben-Randori. Anders als beim freien Randori ging es dabei nicht allein darum, den Partner zu werfen oder sich im Kampf durchzusetzen. Vorgegebene Aufgaben lenkten die Aufmerksamkeit gezielt auf bestimmte technische und taktische Aspekte. So konnten die Judoka mit Kumi-kata allgemeine Bewegungsabläufe sowie Kombinationen und Kontertechniken erarbeiten und dabei die eigenen Erfahrungen ebenso einbringen wie die individuellen Möglichkeiten des jeweiligen Partners.

Gerade das macht den besonderen Reiz des Veteranen-Randori aus: Auf der Matte treffen Judoka mit unterschiedlichen sportlichen Biografien, Graduierungen und körperlichen Voraussetzungen aufeinander. Entscheidend ist nicht mehr allein die Intensität des Wettkampfes, sondern das gemeinsame Judo. Technisches Verständnis, kontrollierte Bewegungen und gegenseitige Rücksichtnahme ermöglichen es, auch im höheren Alter anspruchsvolle Randori zu praktizieren.

Nach den Randori-Einheiten sorgte ein Cool-down für einen ruhigen Abschluss des sportlichen Teils. Die Judoka konnten die Belastung allmählich reduzieren und die Trainingseinheit gemeinsam ausklingen lassen. Anschließend trafen sich die Judoka noch im Vereinslokal der HTG zum Mittagessen, um bei Gesprächen und geselligem Beisammensein das Training Revue passieren zu lassen.

Damit zeigte das Veteranen-Randori in Bad Homburg einmal mehr, was Judo über Jahrzehnte hinweg auszeichnet: gemeinsames Lernen, sportliche Herausforderung, gegenseitiger Respekt, eine starke Gemeinschaft – und auch der Spaß kommt nicht zu kurz. Wir freuen uns auf die nächste Einheit im Dezember 2026.

Bilder und Text: Martin Zackor

   
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