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Para Sport Team 50

Foto: R. Krewer

„Deutsche Nachwuchs-Judoka mit Sehbehinderung kehren erneut als erfolgreichstes Judo-Team Europas zurück“

In der Woche vom 24. Juni bis zum 1. Juli fanden in Pajulahti (Finnland) die sogenannten „European-Para-Youth-Games“ statt. Es begegneten sich insgesamt ca. 24 Delegationen aus ganz Europa, um sich in acht Sportarten zu messen, darunter auch die paralympische Disziplin Judo. Für den Para-Judo-Nachwuchsbereich (15 bis 21 Jahre) stellte dieses Event die Europameisterschaften für junge, blinde und sehbehinderte Athletinnen und Athleten dar. Die Abordnung des DBS (Deutscher Behindertensportverband) wurde durch 8 junge Judoka, alle aus dem Landesverband Hessen (HBRS) und dem Leistungsstützpunkt blista Marburg, sowie Markus Zaumbrecher als zuständiger DBS Trainer für den Nachwuchsbereich Para-Judo vertreten. 

In diesem Jahr wurden nur Einzelwettkämpfe veranstaltet, die im finnischen Olympiastützpunkt Pajulahti, welches idyllisch in Mitten einer Wald- und Seenlandschaft gelegen ist, ausgetragen wurden. 

Daniel Goral, mittlerweile Mitglied der Senioren Nationalmannschaft Para-Judo, konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Durch technisch saubere und besonders durch Fairness ausgezeichnete Kämpfe gewann er die Goldmedaille in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Auch Tim Meiß, der von der Bundestrainerin Carmen Bruckmann bereits mehrmals für die Teilnahme an Meisterschaften des Nationalteams nominiert worden ist, unterlag nur Daniel Goral und erlangte dadurch die Silbermedaille.   

Tabea Müller, die 2017 Deutsche Vizemeisterin des DJB in der Klasse bis 44kg wurde, dominierte im Nachwuchsbereich ihre Konkurrentinnen und konnte ebenfalls in der Klasse bis 52 Kilogramm als Nachwuchs-Europameisterin den Heimweg antreten. Das deutsche Team wurde noch durch eine dritte Goldmedaille belohnt - so erkämpfte sich Henry Mackney (bis 81 kg), der durch seine kontrolliert und zielstrebig geführten Kämpfe auffiel, den obersten Podiumsplatz. 

Auch bei den etwas weniger routinierten Judoka blieben Medaillenerfolge nicht aus. Gina Marie Eichhoff gewann Silber in der Klasse bis 63 Kilogramm. Die Newcomer Vanessa Wagner (Bronze bis 52kg), Leo Steinkampf und Maximilian Heffels (Bronze bis 81kg) traten das erste Mal im Rahmen des Deutschen Nachwuchsteams im Ausland an.

Im Vergleich zu den letzten European-Para-Youth-Games 2017 in Genua, bei denen die Para-Judoka insgesamt als Sieger hervorgingen, konnten altersbedingt einige der damaligen Athleten nicht mehr in Finnland an den Start gehen. Die Ergebnisse können sich dennoch sehen lassen, so belegte von den sieben teilnehmenden Judo-Nationen das deutsche Team erneut den 1. Platz in der Gesamtwertung, Spanien den 2. Platz gefolgt von Italien und Finnland. „Es ist uns gelungen den Erfolg von 2017 zu wiederholen und durch die 3 Europameister-Titel und die 2 Vizemeister Erfolge im europäischen Vergleich in der Gesamtwertung wieder an der Spitze zu stehen. Die Stimmung in der Gruppe war super und wir können nun aus dieser EM zufrieden nach Hause fahren und verdient in die Sommerferien gehen“, ergänzte Markus Zaumbrecher.  

Es ist ihm wichtig, die am Judosport interessierten Kinder und Jugendlichen sowie deren Trainerinnen und Trainer zu vernetzen, um dadurch das Para-Judo weiter auf- und auszubauen. „Ich freue mich darüber, wenn in diesem Sinne sehbehinderte Jugendliche, deren Eltern oder engagierte Judoka Kontakt zu mir aufnehmen, das kann der Entwicklung in unserem Sport nur gut tun“, so der Nachwuchstrainer. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Autor: Max Kunzmann

   
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