Durch Zufall wurde der Vorstand des HJV am 25. August 2022 darauf aufmerksam, daß persönliche Daten hessischer Judoka auf einem Server, der in einem unsicheren Drittstaat steht, frei verfügbar im Internet zugänglich sind. Dem ersten Anschein nach scheint es sich sowohl um eine Datenpanne des Judo-Portals des Deutschen Judo-Bundes e. V. als auch um Zugriffe auf den geschützten Bereich der Seite hessenjudo.de zu handeln. Betroffen sind u. a. Angaben zum Einzelstartrecht der Judoka (Name, Geburtsjahr, Gewichtsklasse, Nationalität, Vereinszugehörigkeit, Wettkampflizenznummer und Startrechtsangabe für die hessische Landesliga), persönliche Daten, die in HJV-Ranglisten der Männer und männlichen Jugend veröffentlicht wurden, aber auch persönliche Daten im Zusammenhang mit den Ergebnissen von Meisterschaften.
Die Geschäftsstelle des HJV wird versuchen, alle Personen (beziehungsweise deren Eltern/Erziehungsberechtigte), die von diesen Veröffentlichungen betroffen sind, über deren Vereine zu kontaktieren und auf die illegale Veröffentlichung der persönlichen Daten in einem unsicheren Drittstaat hinzuweisen, damit diese gegebenenfalls selbst eine Löschung ihrer persönlichen Daten beantragen können.
Der HJV wird alles ihm Mögliche unternehmen, um sicherzustellen, daß es zukünftig nicht mehr zu solchen Datenpannen kommen wird. Der Datenschutzbeauftragte des HJV wurde unverzüglich eingeschaltet.
Die den HJV betreffende Datenpanne sowie die mutmaßlich das Judo-Portal des Deutschen Judo-Bundes e. V. betreffende Datenpanne wurden der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Hessischen Beauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, gemäß DSGVO unverzüglich (noch am 25. 8. 2022) angezeigt.
Prof. Dr. Axel Schönberger
Schatzmeister
Nachtrag vom 9. September 2022: Die Datenschutzbeauftragte des DJB teilte dem HJV am 9. September 2022 mit, daß der DJB in dieser Angelegenheit intensiv recherchiert und auch eine Anfrage an den Hessischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gerichtet habe. Das Ergebnis sei klar, es habe keine Datenpanne beim DJB und dem Judo-Portal gegeben.








