Der „sanfte Weg“ – so die Übersetzung aus dem Japanischen“ – ist mehr als eine asiatische Kampfsportart oder eine Techniksammlung. Judo schult auch den Geist und die Sinne. Seine soziale Komponente macht es besonders. Zehn Werte sind definiert, die schon kleinen Judokas vermittelt werden: Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, Respekt, Bescheidenheit, Wertschätzung, Mut, Selbstbeherrschung und Freundschaft. „Achte all diese Werte und alle Menschen. Dann wirst Du beim Judo unweigerlich Freunde finden“, heißt es zur letztgenannten Einstellung.

 

Die japanische Judo-Tradition fußt auf einem weisen Fundament. Der „möglichst wirksame Gebrauch der körperlichen und geistigen Kräfte“ sowie das „beiderseitige Wohlergehen durch gegenseitiges Helfen und Verstehen“ sind zentrale Grundsätze.

Jigoro Kano (1860 bis 1938) verbannte aus der traditionellen japanischen Selbstverteidigung die „gefährlichen“ Elemente und entwickelte so das moderne Judo.
1922 wurden in Frankfurt am Main und Wiesbaden die ersten deutschen Vereine ins Leben gerufen – Hessen ist also „Gründerland“. 1953 folgte der Deutsche Judo-Bund, zwei Jahre danach der hessische Landesverband. Olympisch wurde Judo 1964 in Tokio, 1992 in Barcelona folgten die Frauenwettbewerbe. 1971, 1987 und 2001 fanden Weltmeisterschaften in Deutschland statt, 1990 die Europameisterschaften in Frankfurt.

 

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Text: Oliver Kauer-Berk

 

   
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