Es ist mehr als 25 Jahre her, als sich erstmals eine kleine Gruppe Judoka in den Sommerferien in der Sporthalle in Nieder-Roden auf der Matte traf um gemeinsam mit einem Trainer aus Japan eine Woche lang zu trainieren. So ist es bis heute. Von Anfang an und traditionsgemäß in der letzten Woche der Hessischen Sommerferien.

Geändert hat sich nur die Zahl der Teilnehmer an der Hessischen Judo-Sommerschule, die zwischenzeitlich auf rund 800 Quadatmeter gewachsene Mattenfläche und die Anzahl der Trainer. Bis zu 150 Teilnehmern, überwiegend aus Hessen, aber auch aus anderen Bundesländern, Österreich, Schweiz und Frankreich finden jährlich den Weg nach Rodgau Nieder-Roden.

In diesem Jahr reiste zum 17. Mal Shiro Yamamoto (8.Dan) aus Tokyo an, begleitet von Satoru Yokoyama. Yamamoto hat in Europa zwischzeitlich einen hohen Bekanntheitsgrad. Yokoyama, 5. Dan,  war erstmals in Europa.

Begrüßt wurden in diesem Jahr 140 Teilnehmer/innen und die Trainer aus Japan vom Päsidenten des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, der Präsidentin des Hessischen Judo-Verbandes Beate Schmidt und Ehrenpräsident Lothar Zerull dem Bürgermeister der Stadt Rodgau Jürgen Hoffmann.

Auf  rund 800 Quadratmeter Mattenfläche wurde in drei Gruppen trainiert. Nach einer gemeinsamen Aufwärmphase betreute Shiro Yamamoto die Gruppe, die ihre Kata Kenntnisse ausbauen wollte. Vier Katas wurden nähergebracht:  „Kime no kata“ und „Kodokan goshin jutsu no kata“ (traditionelle und moderne Selbstverteidigung), „Katame no kata“ (Bodentechniken) und Kochiki no kata (Stilisierter Kampf zweier Samurai). Sein besonderes Augenmerk legte Yamamoto hier besonders auf Grifftechnik und Raumaufteilung. Yokoyama hatte ein vielfältiges Angebot für Trainer und Schüler. Er bot die Gelegenheiten Grundlagen-Techniken zu verbessern, legte Wert auf korrekte Ausführung. Joske Kato, 3.Dan, Trainer beim 1.Judo-Club Nieder-Roden, leitete die dritte Gruppe, zeigte Kampftechniken und gab Anregungen für Wettkampftraining.

Die hessische Judo Sommerschule, seit Beginn an ausgerichtet vom 1.Judo-Club Nieder-Roden, hat viele Aspekte. Die Teilnehmer erweitern ihre Kenntnisse und Fertigkeiten. Übungsleiter erhalten neue Impulse für ihr Training, gleichzeitig werden nationale und internationale Kontakte gepflegt und gefördert. Zusätzlich bietet sich die Gelegenheit einen neuen Kyu- oder Dan Grad zu erwerben, die Trainerlizenz zu aktualisieren.

Für den 1. Judo-Club Nieder-Roden Gründe genug, optimale Bedingungen für eine gelungene Judo-Woche zu schaffen.
Nicht nur für Shiro Yamamoto bedeutet die Hessische Judo-Sommerschule zusätzlich eine Pflege von Kontakten und Freundschaften, mehr als die Hälfte der Teilnehmer besuchen regelmäßig oder häufig die jährliche Veranstaltung in Rodgau Nieder-Roden.
Trotz engem Zeitplan und einem offiziellen Empfang beim Hessischen Judo-Verband hatten Shiro Yamamoto und Satoru Yokoyama Gelegenheit Frankfurt und Heidelberg zu besuchen.

Für alle Teilnehmer gab es traditionsgemäß ein gemeinsames Essen mit anschließender Disco, was regen Zuspruch fand.
Fazit für viele Teilnehmer der Judo-Sommerschule 2010: „Nächstes Jahr sehen wir uns wieder, bei der Judo-Sommerschule des HJV und beim 1.Judo-Club Nieder-Roden“. Wie schon gesagt, findet die Hessische Judo-Sommerschule 2011 in der letzten Woche der Hessischen Sommerferien, vom 01.08.2011 – 05.08.2011, statt.

 

Werner Stolzenburg, JC Nieder-Roden

   
© Hessischer Judo-Verband e.V., alle Rechte vorbehalten HJV