Wir alle, seien es Athleten, Trainer, Coaches, Kampfrichter oder Funktionäre, sehen uns als Judoka wie selbstverständlich den Judowerten verpflichtet, unter anderen: Höflichkeit, Anstand, Respekt, Selbstbeherrschung.

Leider mussten wir in der jüngeren Vergangenheit bei unterschiedlichen Veranstaltungen feststellen, dass wir diesem Anspruch nicht immer gerecht werden. Auf und neben der Matte müssen wir zwischenzeitlich über verbale Entgleisungen und Unsportlichkeiten aller Art diskutieren. Wir erleben nahezu wöchentlich, dass der Ton rauer, zuweilen für Kampfrichter und Funktionäre, nur noch schwer ertragbar ist.

Die Häufung dieser Vorfälle in der letzten Zeit gibt uns Anlass, alle Beteiligten zu mehr Besonnenheit in der Ausübung ihrer Tätigkeit aufzurufen! Aber wir wollen gleichzeitig auch deutlich zum Ausdruck bringen, dass Beschimpfungen, Polemik und Unterstellungen eben nicht weiterhelfen, den HJV gemeinsam nach vorne zu bringen. Vielmehr treten wir als Gesamtvorstand einem solchen Verhalten geschlossen entgegen.

Diese Maßnahmen können lediglich helfen, gemeinsame Grenzen zu bestimmen, aber sind keinesfalls dazu geeignet, die Lösung des grundsätzlichen Problems zu sein. Wir müssen mehr miteinander anstatt übereinander reden! Hierzu müssen wir alle unsere Komfortzone verlassen und einen Schritt nach vorne aufeinander zugehen. Der HJV jedenfalls streckt seine Hand aus und steht für jede auch noch so kontroverse Diskussion zur Verfügung.

Nur wer arbeitet und dabei Fehler macht, kann aus ihnen lernen, wenn sie gemeinsam genutzt und nicht nur gegenseitig zum Vorwurf gemacht werden.

 

In diesem Sinne verbleibt der

Gesamtvorstand des HJV

   
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