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Der Hessische Judoverband (HJV) hatte am 17.01.2023 aufgrund eines Dringlichkeitsantrages eine Erweiterung des Startrechtes bei Hessischen Meisterschaften beschlossen. Dieser Beschluss bezieht sich auf Staaten, mit denen seitens der EU ein „Partnerschafts- und Kooperationsabkommen besteht“ („assoziierte Staaten“). Er deckt sich mit den Regelungen der Wettkampfordnung des DJB, was von diesem bestätigt wurde.

Zu einer transparenten und eindeutigen Verfahrensweise war nachträglich zu klären, welche Staaten diese Voraussetzungen erfüllen. Recherchiert man zu diesem Thema im Internet, wird man feststellen, dass es vielfältige derartige Abkommen seitens der EU gibt (auch mit außereuropäischen Staaten, wie Japan, Mexiko etc.) und sich aus dem Begriff „assoziierte Staaten“ nicht eindeutig ableiten lässt, welche Länder nun von dem erweiterten Startrecht betroffen sind.

Auf Nachfragen war zu erfahren: Der Deutsche Judobund (DJB) verfügt gegenwärtig (noch) über keine Liste der Staaten, die die in seiner Wettkampordnung enthaltenen Regelung „Staatsangehörigkeit eines assoziierten Staates der EU“ ausfüllt. Der HJV hat daraufhin beim DJB angeregt, diese Staaten kurzfristig in einer Liste zu definieren, was zugesagt wurde.

Um für die bevorstehenden hessischen Meisterschaften eine klare Regelung zu schaffen, sieht sich der Hessische Judoverband veranlasst, den Dringlichkeitsbeschluss in seinem Anwendungsbereich nachträglich zu präzisieren. Dieses erfolgte wiederum in Abstimmung mit dem DJB:

Unter die Änderung der HJV-Wettkampfordnung (Dringlichkeitsbeschluss vom 17.01.2023) fallen bis auf Weiteres alle mit den EU-Mitgliedsstaaten gleichgestellten Staaten im Rahmen des EU-Abkommens „Horizon 2020“. Diese sind: Albanien, Armenien, Bosnien & Herzegowina, Färöer-Inseln, Georgien, Island, Israel, Mazedonien (EJR), Moldau, Montenegro, Norwegen, Schweiz, Serbien, Türkei, Tunesien und die Ukraine (horizont 2020).
Sobald der DJB über eine offizielle Staatenliste verfügt, die den Begriff „assoziierte Staaten“ seiner Wettkampfordnung definiert, findet diese Liste auch in Hessen Anwendung.

Anzumerken ist: Die von dieser Regelungen betroffenen „EU-Ausländer“ dürfen in den letzten 12 Monaten NICHT für einen ausländischen VEREIN gestartet sein. Das Antreten für einen anderen Staat ist hingegen davon ausgenommen (DJB WKO 3.4.1 f b)

Michael Blumenstein
Vizepräsident Leistungssport

   
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