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Die Sportwarte des Hessischen Judoverbandes (HJV) haben im Zuge eines Dringlichkeitsantrages beschlossen:

Ab dem 01.02.2023 erhalten alle Judoka aus Staaten, mit denen seitens der EU ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen besteht, ein Startrecht auf Wettkämpfen des Hessischen Judoverbandes auch dann, wenn sie bisher weniger als ein Jahr ausländerrechtlichen Aufenthaltsstatus haben.
Sie werden damit den StarterInnen aus EU-Staaten gleichgestellt.
Die Zugehörigkeit zu einem derartigen Staat sowie der bewilligte Aufenthaltsstatus müssen an der Waage nachgewiesen werden.

Gegenwärtig betrifft dieses StarterInnen aus Russland, Ukraine, Belorussland, Moldavien, Kasachstan, Kirgigistan, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

Die Wettkampfordnung des HJV sieht aktuell ein Startrecht von Angehörigen dieser Staaten nur nach mindestens einjährigem ausländerrechtlichen Aufenthaltsstatus in Deutschland vor. Im Vergleich zu den Regelungen anderer Bundesländer aber auch zu denen des DJB scheint diese hessische Vorgabe in Deutschland nunmehr einzigartig zu sein. Dieses führt zu einer Benachteiligung in Hessen ansässiger Athleten aus diesen Staaten, in dem sich diese nicht wie andere für Meisterschaften auf Gruppen- oder Bundesebene qualifizieren können.

Dieses betrifft gegenwärtig insbesondere Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine.

Zwar wurde dieses Thema bereits im vergangenen Jahr in Gremien des Verbandes diskutiert. Aufgrund der damaligen Umstände war es dem seinerzeit amtierenden Vorstand nicht möglich, einen entsprechenden Beschlussantrag zur Änderung der WKO in die Mitgliederversammlung im Herbst 2022 einzubringen. Der jetzige Gesamtvorstand ist erst seit kurzer Zeit im Amt und mit diesem Thema durch den Antrag eines Mitgliedvereins konfrontiert, der sich auch auf die in Kürze anstehenden Meisterschaften U18 und U21 (04./05.02.2023) bezieht. Daraus ergab sich eine Dringlichkeit. Dieser entsprechend wurde nach den Regeln der Wettkampfordnung über den Antrag zunächst von den Sportwarten entschieden.

Die Angleichung der hessischen WKO auf die im Bereich des DJB übliche Verfahrensweise soll in einer Mitgliederversammlung nachgeholt werden. Bis dahin gilt der Dringlichkeitsbeschluss der Sportwarte.

Michael Blumenstein
Vizepräsident Leistungssport

   
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